LESEFUTTER FÜR BÜCHERWÜRMER
Die
jährliche Buchausstellung der Pfarre fand heuer am 25./26.
Oktober 2003statt und war wieder recht gut besucht. Alt und Jung
konnten aus einem umfangreichen Angebot wählen und nahmen sich
Zeit zum Stöbern und Schmökern. Während sich die Großen im
Pfarrkaffee bei einem Plauscherl mit Kaffee und
Kuchen unterhielten, lud Tante Ingrid die Kleinen zur
Märchenstunde ein. Gekonnt entführte sie ihr kleines Publikum in
das Reich der Riesen und Zauberer. Bei der diesjährigen
Ausstellung konnten die Besucher erstmals Einblick in die
digitalisierte Pfarrchronik nehmen. Auch das handgeschriebene
Totengedenkbuch lag erstmals zur Einsicht auf. Die Besucher
zeigten reges Interesse an ihren Vorfahren. Manche Erinnerung
wurde aufgefrischt und das eine oder andere verzwickte
Verwandtschaftsverhältnis geklärt. Martha Schadenhofer, die die
Pfarrchronik schon so gut wie ihre Westentasche kennt, wies die
Leute auf manch ungewöhnliche Eintragung hin. Herzlichen Dank an
alle, die bei der Ausstellung mitgeholfen haben!
Text: Sabine Amstler
Erstmalig konnte die
Pfarrgeschichte
ab dem Jahr 1611 auf 8 CDs am Computerbildschirm
präsentiert werden.
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich 21 Taufbücher, 14
Trauungsbücher und 20 Sterbebücher sowie eine Pfarrchronik
angesammelt. Um nun die Bücher zu schonen, begann heuer die
Pfarre Ybbs (als eine der ersten Pfarren der Diözese St. Pölten)
mit großer Unterstützung des Leiters des Diözesanarchives, Herrn
Dr. Aigner, mit der Digitalisierung von 31 Büchern. Tausende
Seiten wurden von einer Firma aus St. Leonhard/Forst
fotografiert und auf Computer gespeichert. Das Ergebnis ist nun
auf 8 CDs abrufbar. Die Geschichte der Pfarre und der Stadt und
seiner damaligen Einwohner kann nun einfach am Bildschirm
nachgelesen werden, einzelne Eintragungen können im Original
ausgedruckt werden. Als „Lesehilfe“ steht Frau Martha
Schadenhofer zur Verfügung. Für Ausdrucke von Originalen ist für
die Refinanzierung ein kleiner Kostenersatz zu leisten. Jeder
Interessierte kann natürlich auch nach telefonischer
Vereinbarung (07412/52542) Einblick in die „digitale
Pfarrbibliothek“ nehmen.
Auch konnte das soeben fertig gestellte
Totengedenkbuch
durchgesehen werden. Alle seit 1950 verzeichneten kirchlichen
Begräbnisse wurden kalendermäßig eingetragen. Frau Martha
Schadenhofer hat in den letzten Monaten dafür viel Schreibarbeit
geleistet. Auch mussten viele fehlende Daten erst mühsam
zusammengetragen werden. Ab Allerheiligen liegt das Buch dann in
der Kirche, aufgeschlagen (mit dem jeweiligen Tagesdatum) auf.
Interessantes Detail: Der Tag mit den meisten Sterbefällen (17)
in den letzten 54 Jahren: 15. Juni - hingegen ist für den 1.
Dezember kein Sterbefall vermerkt.