44 gutgelaunte, erwartungsfrohe Kids
starteten um 8:00 Uhr früh in einem von der
Stadtgemeinde Ybbs zur Verfügung gestellten Bus
Richtung Nußdorf ob der Traisen.
An dieser Stelle gleich ein herzliches
Dankeschön an die Stadtgemeinde für den Bus und
auch an unseren Chauffeur Herbert der uns beide
Strecken wohlbehalten ans Ziel brachte.
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Das Lager fand direkt im Pfarrgarten statt, wo
genügend Platz war, unsere Zelte aufzuschlagen,
ausgelassen herumzutoben und Fußball zu spielen.
Getreu unserem
Motto „wir sind Piraten“ hatten die Kinder
„Prüfungen“ (und das in den Ferien!) abzulegen,
um ihre Seefahrertauglichkeit unter Beweis zu
stellen. Trittsicherheit in der Takelage,
Balancegefühl auf den Planken, Höhe über die
Strickleiter und Mut beim Entern waren gefragt.
Jede absolvierte Prüfung wurde im Piratenpass
eingetragen. Zum Schluss konnten die angehenden
Piraten mit einem bestimmten Knoten, den sie
legen mussten, auf einem Schiff anheuern. Zur
Auswahl standen die Green Amanda, Real, Golden
Fire und Blue Pearl. Als die einzelnen Crews
feststanden, wurden die Offiziere ermittelt.
Jeder, der einen Offiziersrang erhalten wollte,
hatte eine entsprechende Prüfung abzulegen:
Treffsicherheit war für den Kanonier gefragt,
der Hauptkanonier sollte sich zudem auch noch
mit dem Kompass zu recht finden. Der Navigator
musste zwar nicht mit Kanonen schießen, dafür
musste er das Morsealphabet beherrschen. Gar
nicht so einfach, wie sich herausstellte.
Mit Eifer absolvierten die jungen Piraten die
einzelnen Stationen und bald hatte jeder seinen
Offiziersrang. Auch die Kapitänsanwärter standen
bald fest: Ihre besondere Herausforderung
bestand darin, einen Geheimschriftcode
anzuwenden, denn nur so würde ihr Schiff auch
die anschließende Schatzsuche erfolgreich
bestehen. Alle 4 konnten schließlich mit der
richtigen Parole ihr Kapitänspatent und den
Kaperbrief erlangen. Am Nachmittag war es dann
soweit – bei herrlichem Sonnenschein (und
brütender Hitze…) starteten die 4 Schiffe
nacheinander ins Abenteuer. Es galt Rätsel zu
lösen und Botschaften zu entschlüsseln, bis nach
einer langen Fahrt viele sehr durstige
Freibeuter ihren Schatz fanden, ihn zurück in
den sicheren Hafen brachten und dort aufteilten.
Am abendlichen Lagerfeuer ging bei selbst
gegrillten Würstchen noch die eine oder andere
schauerliche Gruselgeschichte die Runde.
Am nächsten Tag wollten die „Eigner“ der 4
Schiffe wissen, wer von ihnen die stärkste,
verwegenste, wildeste Crew hätte. So fanden
verschiedene Wettkämpfe statt, in denen die
Crewmitglieder ihre Schnelligkeit, Kraft,
Geschicklichkeit sowie Teamgeist und Köpfchen
unter Beweis stellen konnten. Die 4 Schiffe
lieferten sich tolle Gefechte. Am Ende stellte
sich die Blue Pearl als knapper Sieger heraus.
Am letzten
Nachmittag ging das Piraten-Fußballturnier über
die Bühne. Wer gerade nicht Fußball spielte,
bastelte oder ließ sich ein cooles „Piratenband“
ins Haar wickeln.
Helle Aufregung dann in der letzten Nacht.
Unsere Fahne wurde noch einmal – diesmal
wirklich – gestohlen. Ein paar „unbekannte
Gestalten“ drangen ins Lager ein und gaben
„furchterregende Laute“ von sich. 2 Komplizen
lenkten die Fahnenbewacher ab, die hinter ihnen
herjagten, um sie zu fesseln, während der 3.
unbemerkt bis zum Fahnenmast gelangte, unsere
Fahne herunterriss und wieder im Dunkeln
verschwand. Erst ein paar tollkühne Fahnenjäger
schafften es schließlich die Lagerfahne wieder
in unseren Besitz zu bekommen und bestraften den
Dieb mit einer ausgiebigen kalten Dusche.
Einen schönen Abschluss fand unser Lager bei
einer Messe, die unser Pfarrer in der Kirche von
Nußdorf mit uns feierte. Wir dankten Gott für
die Erlebnisse der vergangenen Tage.
Alle waren
begeistert und die einhellige Meinung lautete:
Viel zu kurz!!!